{"id":442,"date":"2023-07-26T12:43:45","date_gmt":"2023-07-26T10:43:45","guid":{"rendered":"https:\/\/ev-ref-kirche-schwalenberg.de\/blog\/?p=442"},"modified":"2023-07-26T12:45:35","modified_gmt":"2023-07-26T10:45:35","slug":"andacht-08-09-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ev-ref-kirche-schwalenberg.de\/blog\/2023\/07\/26\/andacht-08-09-23\/","title":{"rendered":"Andacht 08-09.23"},"content":{"rendered":"\n[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Blog&#8220; _builder_version=&#8220;4.20.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;#FAF6F5&#8243; collapsed=&#8220;on&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.21.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.21.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.21.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<h3>Wir pfl\u00fcgen und wir streuen den Samen auf das Land <br \/>(EG 508)<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Liebe Leserinnen und Leser,<\/p>\n<p>w\u00e4hrend ich diese Andacht schreibe, ist die Getreideernte im Gange. Die Gerste ist schon \u00fcberall abgeerntet und wo sie<br \/>zuvor gestanden hat, ist das Feld schon oft wieder gepfl\u00fcgt.<\/p>\n<p>So \u00f6ffnet sich \u2013 mitten im Sommer \u2013 schon der Blick in die neue, n\u00e4chste Jahreszeit, in den Herbst. Wenn die Felder gepfl\u00fcgt sind, werden sie aber f\u00fcr die neue Saat vorbereitet: \u201eWir pfl\u00fcgen und wir streuen den Samen auf das Land.\u201c Dieses Lied von Matthias Claudius singen wir regelm\u00e4\u00dfig zu Erntedank.<\/p>\n<p>Saat und Ernte, Pfl\u00fcgen, Streuen, Wachstum und Gedeihen, sind Themen unseres Lebens. Es geht nicht nur um das, was wir auss\u00e4en, drau\u00dfen im Garten, und auf dem Acker, sondern es geht auch um das, was wir im \u00fcbertragenen Sinne auss\u00e4en in unserem Leben, was wir<br \/>verstreuen. Wieviel davon habe ich in der Hand, was kann ich beeinflussen, in meinem Sinne lenken und wo bin ich ohnm\u00e4chtig, wo muss ich loslassen und einwilligen, dass ich nichts tun kann, sondern alles irgendwie Gott \u00fcbergeben muss mit ungewissem Ausgang?<\/p>\n<p>\u201eDoch Wachstum und Gedeihen stehn in des Himmels Hand.\u201c<\/p>\n<p>Das Lied erinnert mich daran, dass alles, was ich tue, sozusagen ein Teamwork ist zwischen meiner Aktivit\u00e4t und dem, wie Gott sich einbringt in mein Leben. Wenn ein Kind geboren wird, steht uns das sehr deutlich vor Augen: wir k\u00f6nnen als Eltern alles tun f\u00fcr eine gute und entspannte Geburt wir k\u00f6nnen klar \u00fcberlegen: an wen wende ich mich, welche Klinik suchen wir auf, welche nicht. Aber dennoch gibt es gerade bei einer Geburt immer etwas, was wir nicht in der Hand haben und nicht steuern k\u00f6nnen. Einen Rest, der unplanbar<br \/>ist\u2026 es gibt immer etwas, von dem ich den Verlauf nicht wei\u00df. Aber! Ich wei\u00df, dass ich mich in all den Unw\u00e4gbarkeiten Gott anvertrauen kann und somit furchtlos, ohne Angst auf alles zugehen kann.<\/p>\n<p>Wir pfl\u00fcgen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen stehn in des Himmels Hand. Nicht nur im Garten und auf dem Feld, sondern insgesamt ist unser Leben ein Zusammenspiel zwischen Gott und uns Menschen. Wenn Kinder gr\u00f6\u00dfer werden, erkennen wir als Eltern manchmal<br \/>die Saat, die wir in sie hineingelegt haben, manchmal aber auch nicht. Da entwickeln sich Kinder manchmal v\u00f6llig anders, im positiven wie auch im negativen Sinne und Eltern fragen sich: wie kommt das, meine Saat war das eigentlich nicht, es sollte was aufgehen, aber es ist etwas Anderes aufgegangen. Meine Saat geht nicht auf\u2026das erleben auch viele Menschen, die sich einsetzen f\u00fcr andere. \u201eIch ruf eigentlich immer an, melde mich, k\u00fcmmere mich, aber von ihm, von ihr kommt nie etwas<br \/>zur\u00fcck. Ich habe immer etwas geschenkt, aber wenn es mal um mich ging, habe ich eigentlich nichts bekommen\u201c\u2026so oder \u00e4hnlich h\u00f6re ich es ganz oft oder erlebe es vielleicht selbst.<\/p>\n<p>Meine Saat geht manchmal nicht auf. Nicht jede Saat geht auf. Wachstum und Gedeihen stehn in des Himmels Hand. Warum ist das so? Warum l\u00e4sst Gott uns diese oft so frustrierende Erfahrung<br \/>machen, dass nichts zur\u00fcckkommt?<br \/>Ich kann das nicht vollkommen beantworten. Aber ich denke an das Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld. Da f\u00e4llt viel Samen unter die Dornen,<br \/>auf den Weg oder auf den Felsen und hat damit keine Chance. Nur ein Viertel des Samens f\u00e4llt auf gutes und fruchtbares Land und bringt dann aber Frucht ohne Ende, hundert-, tausendf\u00e4ltig.<br \/>Wenn alles aufgehen w\u00fcrde, k\u00f6nnten wir uns dann nicht vor Fr\u00fcchten nicht retten?. Wie es bei \u00fcbervollen Obstb\u00e4umen ist, wo man nicht wei\u00df wohin mit all den Kirschen, Birnen, Pflaumen\u2026<br \/>Reicht nicht das, was wir an Frucht in unserem Leben haben? Ist es nicht genug, um all das, was wir als Defizit empfinden, auszugleichen?<br \/>Das, was ich habe und bin, das gen\u00fcgt und das gibt meinem Leben den Sinn.<br \/>In diesem Vertrauen w\u00fcnsche ich Ihnen allen einen guten restlichen Sommer und einen gelingenden Start in den Herbst.<br \/>Herzlichst Ihre<\/p>\n<p>Pfarrerin Margret Noltensmeier<\/p>\n<p><\/p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir pfl\u00fcgen und wir streuen den Samen auf das Land (EG 508) &nbsp; Liebe Leserinnen und Leser, w\u00e4hrend ich diese Andacht schreibe, ist die Getreideernte im Gange. Die Gerste ist schon \u00fcberall abgeerntet und wo siezuvor gestanden hat, ist das Feld schon oft wieder gepfl\u00fcgt. 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